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  22.06.2010

 

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SPD schickt Brachmann wieder ins Rennen zur Landtagswahl

Im Wahlkreis 15, zu dem u.a. Blankenburg, Derenburg, Ilsenburg, die Gemeinde Nordharz und Osterwieck gehören, ist am 21.6.2010 Dr. Ronald Brachmann auf einer SPD-Delegierten Konferenz zum Kandidaten für die Landtagswahl 2011 gewählt worden. Er erhielt 18 von 21 Stimmen. Brachmann war der einzige Kandidat und von allen 7 Ortsvereinen im Wahlkreis vorgeschlagen worden.

In seiner Rede zog der Abgeordnete Bilanz seiner bisherigen Arbeit im Landtag. Die demographische Entwicklung und geringer werdende finanzielle Zuwendungen hatten es erfordert, strukturelle Veränderungen vorzunehmen.
Auf dem Feld der Rechts- und Innenpolitik habe er dazu beitragen können, dass das Land seine Hausaufgaben gemacht habe. Als Beispiele nannte er die Gerichtsstrukturreform und die Schließung von Altanstalten nach Inbetriebnahme der neuen JVA in Burg. Ein Gefängnis zu erhalten, in dem es nur noch Wärter aber keine Gefangene mehr gibt, macht keinen Sinn, sagte Brachmann mit Blick auf die Schließung der Haftanstalt in Halberstadt. Entgegen der ursprünglichen Vorstellungen de Justizministeriums sei es aber gelungen, die Zweigstelle der Staatsanwaltschaft mit rund 60 Mitarbeitern in der Kreisstadt zu erhalten.
Dr. Ronald Brachmann (rechts) und der
Ersatzkandidat Florian Fahrtmann

In Sachen Gebietsreform sei er sich oft vorgekommen wie ein „Wanderprediger“. Auch wenn der Widerstand anfangs groß war, sei es weit überwiegend gelungen, vernünftige Lösungen zu finden. Als Ausnahme nannte Brachmann Derenburg. Er habe sich lange Zeit darum bemüht, die Stadt als Bindeglied zwischen Halberstadt und Wernigerode zu erhalten. Diese Alternative war aber weg gebrochen, nachdem sich die Gemeinden der bisherigen Verwaltungsgemeinschaft Harzvorland-Huy für eine Eingemeindung nach Halberstadt entschieden hatten. Kein Verständnis äußerte Brachmann für das Ansinnen in mancher Ratsstube, nach der Gebietsreform Straßennamen ändern zu wollen. Das führe nur zu unnötigen Unmut bei den Bürgern, zwingende Gründe dafür gäbe es aber nicht.
Neben seiner Arbeit im Landtag sei es ihm stets wichtig gewesen, den Kontakt zu den Akteuren vor Ort zu pflegen. Zur Verwirklichung einer ganzen Reihe wichtiger Vorhaben habe er beitragen, manches aber auch nicht verhindern können, wie z.B. die Verlegung des Finanzamtes nach Quedlinburg.
Weiteren Strukturveränderungen erteilte Brachmann eine Absage: „Jetzt müsse man die Leute erst einmal in Ruhe arbeiten lassen“, sagte er. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl forderte er Geschlossenheit ein. Schwarz-Gelb in Berlin mache zwar so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Das allein sei aber noch keine Grundlage für ein erfolgreiches Abschneiden bei der Landtagswahl. „Wir haben nur dann eine Chance, wenn uns die Leute wieder abnehmen, dass wir die Partei sind, die dafür sorgt, dass es gerecht zugeht in diesem Lande. Und wer will, dass soziale Gerechtigkeit Leitsatz der Landespolitik wird und die CDU das von der Oppositionsbank aus betrachtet, der darf nicht die Linken, sondern muss SPD wählen.“, so Brachmann.

Bei der Wahl des Ersatzkandidaten im Wahlkreis 15 setzte sich Florian Fahrtmann, der Vorsitzende des Ortsvereins Ilsenburg gegenüber Gabriele Reinicke vom Ortsverein Blankenburg durch.

 

 

 

 

 

© Dr. Ronald Brachmann - 2006